Eine Penishülle wird über den Penis gezogen. Manche machen ihn beim Tragen länger, manche dicker, andere haben nur Noppen oder Rillen auf der Aussenseite. Im Laden stehen sie unter Penishüllen mit Verlängerung und Penishüllen ohne Verlängerung.
Inhalt
- Ist eine Penishülle ein Kondom?
- Welche Arten gibt es?
- Um wie viel verlängert eine Penishülle?
- Wie misst du für eine Penishülle?
- Wie ziehst du eine Penishülle an?
- Welches Material ist besser, Silikon oder TPE?
- Hodenschlaufe und Vibration
- Kann man eine Penishülle teilen?
- Wie reinigst du eine Penishülle?
- Hülle, Pumpe oder Extender?
- Und wenn die Erektion öfter nicht hält?
Ist eine Penishülle ein Kondom?
Nein. Mehrere Lieferantentexte, etwa bei Fantasy X-tensions, schreiben es ausdrücklich: «Dies ist kein Kondom.» Vor HIV schützt beim Sex das Kondom, schreibt die Aids-Hilfe Schweiz, und als Zeichen für ein geprüftes Kondom nennt sie das OK-Gütesiegel oder das CE-Zeichen. Eine Hülle trägt beides nicht und ist dafür auch nicht gebaut. Braucht ihr Schutz, gehört ein Kondom dazu. Es muss dann über die Hülle passen, denn ein zu enges Kondom wird überdehnt und platzt leichter. Mehr dazu im Ratgeber Kondom und Gleitgel.
Welche Arten gibt es?
Im Sortiment kommen vier Typen vor: Hüllen mit Verlängerung, solche ohne, Hüllen mit Vibration und hohle Verlängerungen mit Gurt.
- Mit Verlängerung: die Hülle ist vorne geschlossen und länger als der Penis. Manche haben am Ende einen Saugnapf oder austauschbare Einsätze. Viele kommen von Pretty Love, Fantasy X-tensions, Baile und VirilXL.
- Ohne Verlängerung: etwa so lang wie der Penis, oft mit Noppen oder Struktur. Laut Lieferantentext sind die meisten aus TPE.
- Mit Vibration: einige Hüllen vibrieren. Wo der Motor sitzt und womit er läuft, steht beim Artikel.
- Mit Gurt: hohle Verlängerungen, die wie ein Strap-on getragen werden, unter Penisverlängerungen mit Gurt. Wie ein Hohl-Strap-on sitzt, erklärt der Ratgeber Strap-on und Harness.
Um wie viel verlängert eine Penishülle?
Das hängt an der Innenlänge, und die nennt nicht jeder Lieferantentext. Viele Titel geben nur die Gesamtlänge an. Bei Fantasy X-tensions steht die Verlängerung im Text, je nach Modell 25, 51 oder 76 mm, dazu, um wie viel der Umfang wächst. Manche dieser Hüllen lassen sich laut Hersteller zuschneiden, damit sie besser passen. Fehlt die Innenlänge, vergleich die Bilder und die Masse beim Artikel und rechne lieber mit etwas weniger.
Für den Anfang ist eine kleine Verlängerung die bessere Wahl. Die zusätzliche Länge muss die andere Person aufnehmen, und was beim Penis angenehm war, kann mit 5 oder 7 cm mehr zu viel sein. Sprecht vorher darüber und tastet euch heran, wie bei einem neuen Dildo. Was zum Durchmesser gilt, steht im Ratgeber Dildos: Arten und Grössen.
Wie misst du für eine Penishülle?
Bei Erektion, mit einem weichen Massband, und zwar zweimal an verschiedenen Tagen. Die Länge misst du an der Oberseite vom Ansatz bis zur Spitze, den Umfang an der dicksten Stelle. Teilst du den Umfang durch 3,14, hast du den Durchmesser, und der lässt sich mit der Öffnung der Hülle vergleichen. Die Öffnung soll weder drücken noch rutschen. Wie du Masse beim Artikel liest, steht im Ratgeber Sextoy-Grösse wählen.
Wie ziehst du eine Penishülle an?
Mit Gleitmittel und ohne Eile. Bei einer Hülle von Pretty Love rät der Lieferant, vor dem Überziehen Gleitmittel auf Wasserbasis innen und aussen aufzutragen. Hüllen, die unten ganz offen sind, schlüpfst du einfach über. Bei engen Modellen hilft es, die Öffnung mit beiden Händen etwas zu dehnen und die Hülle Stück für Stück nach hinten zu schieben. Zieht oder kneift etwas, nimm sie ab und versuch es mit mehr Gleitmittel.
Welches Material ist besser, Silikon oder TPE?
Bei den Hüllen mit Verlängerung nennt der Lieferant oft Silikon, daneben TPE und TPR. Hüllen ohne Verlängerung sind meist aus TPE. TPE und TPR fühlen sich weich und hautähnlich an, können aber Keime aufnehmen, selbst wenn du sie nach jedem Gebrauch wäschst, schreibt Planned Parenthood. Reines Silikon ist nicht porös und leichter sauber zu halten. Zu jeder Hülle passt Gleitgel auf Wasserbasis. Silikon-Gleitgel kann ein Toy aus Silikon angreifen, darum lässt du es bei Silikonhüllen weg.
Hodenschlaufe und Vibration
Bei vielen Hüllen hält eine Schlaufe um die Hoden das Ganze an seinem Platz. Sitzt sie eng, wirkt sie wie ein Penisring, und es gelten dieselben Regeln. Die meisten Hersteller warnen davor, einen Ring länger als 30 Minuten am Stück zu tragen, schreibt die International Society for Sexual Medicine (ISSM). Sie nennt drei Warnzeichen, bei denen er sofort ab muss: Schmerz, Taubheit und ein kalter Penis. Mehr dazu im Ratgeber Penisringe und Vibrationsringe.
Kann man eine Penishülle teilen?
Besser nicht, gerade bei TPE. Wechselt ein Toy die Person, empfiehlt LOVE LIFE, die Präventionskampagne des Bundesamts für Gesundheit, ein Kondom darüber, mit einem neuen bei jedem Wechsel, und das Toy vorher zu reinigen und zu desinfizieren. Bei einer Hülle, die innen getragen wird, ist das kaum praktikabel. Jede Person hat darum lieber ihre eigene. Wer eine Hülle für mehrere kaufen will, greift zu Silikon und wäscht sie nach jedem Mal gründlich.
Wie reinigst du eine Penishülle?
Nach jedem Gebrauch innen und aussen mit warmem Wasser und milder Seife. Lässt sich die Hülle umstülpen, geht das Innere leichter. Danach gründlich trocknen lassen, bevor sie in einen Beutel kommt, damit keine Feuchtigkeit drin bleibt. Was beim Trocknen hilft, steht im Ratgeber Masturbatoren für Männer, das Innere einer Hülle braucht dieselbe Geduld.
Hülle, Pumpe oder Extender?
Eine Hülle verändert nur, solange sie getragen wird. Was Penispumpen und Extender versprechen und was die Fachgesellschaften dazu sagen, steht im Ratgeber Penispumpen.
Und wenn die Erektion öfter nicht hält?
Dann ist eine Hülle keine Antwort darauf. Einzelne Male sind meist kein Grund zur Sorge, schreibt der britische Gesundheitsdienst NHS. Kommt es immer wieder vor, ist ein Termin in der Arztpraxis sinnvoll. Häufige Erektionsprobleme können laut NHS ein Zeichen für eine behandelbare Erkrankung sein, etwa Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Depression, Angst oder hormonelle Störungen.
