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Akku, Laden und Wasserschutz bei Sextoys

Veröffentlicht am · Zuletzt geprüft am · So arbeiten wir

Viele Toys mit Motor laufen mit einem eingebauten Akku, andere mit Batterien. Beides funktioniert gut, wenn du ein paar Dinge weisst. Wie lädt man richtig, was heisst eigentlich «wasserdicht» auf der Verpackung, und wohin mit einem Toy, dessen Akku nicht mehr will?

Was bedeutet IPX7?

Dass ein Gerät zeitweiliges Untertauchen aushält. Die Abkürzung IP stammt aus der Norm IEC 60529, in Europa als EN 60529 übernommen. Sie legt fest, wie gut ein Gehäuse gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer gilt für Staub und Berührung, die zweite für Wasser. Steht an der ersten Stelle ein X, macht der Hersteller zu Staub und Berührung keine Angabe, und die Ziffer danach betrifft nur das Wasser.

Für die zweite Ziffer nennt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in einer Übersicht nach DIN EN 60529 die folgenden Stufen.

  • IPX4 schützt gegen Spritzwasser.
  • IPX5 schützt gegen Strahlwasser.
  • IPX6 schützt gegen starkes Strahlwasser.
  • IPX7 schützt bei zeitweiligem Untertauchen und heisst darum auch «wasserdicht».
  • IPX8 schützt bei dauerndem Untertauchen, «druckwasserdicht», mit einer Angabe zur Tauchtiefe.

Bei Stufe 8 gehört die Tauchtiefe zur Angabe. Wie tief und wie lange ein Toy mit IPX8 unter Wasser darf, muss also der Hersteller sagen. Seit 2014 gibt es zusätzlich IPX9, gedacht für Wasser aus Hochdruckreinigern. Bei Toys spielt das keine Rolle.

Was heisst das im Alltag?

Ein Toy mit IPX4 verträgt Spritzer. Du kannst es mit einem feuchten Tuch abwischen und es nimmt keinen Schaden, wenn beim Duschen etwas Wasser darauf kommt. Unter den Wasserhahn oder ins Badewasser gehört es nicht. Ab IPX7 darf ein Toy kurz untertauchen, also auch in die Badewanne. Für längeres Baden sind die Angaben des Herstellers massgebend.

Die Ziffer beschreibt eine Prüfung mit Wasser. Wie ein Toy auf Badezusätze oder Chlor reagiert, sagt sie nicht. Und ein Riss im Gehäuse oder ein offenes Batteriefach lässt Wasser hinein, ganz gleich, welche Ziffer auf der Packung steht. Lies darum immer die Anleitung deines Modells. Dort steht, ob es ganz untertauchen darf und wie die Ladebuchse vorher verschlossen wird.

Was steht bei uns zum Wasserschutz?

Die Angabe des Herstellers zu genau diesem Modell, soweit der Lieferant sie in den Artikeltext übernimmt. Die Lieferantentexte widersprechen sich zu «wasserdicht» und IPX teilweise. Darum übernehmen wir solche Angaben nicht in die Zeile «Material und Sicherheit». Modelle, die der Lieferant als wasserdicht führt, stehen unter Wasserdichte Vibratoren. Wenn dir Wasserfestigkeit wichtig ist, prüf beim Artikel, ob eine IPX-Stufe genannt wird, und im Zweifel in der Anleitung des Herstellers.

Manche Marken bauen alle ihre Akku-Toys wasserdicht. Fun Factory gibt das zum Beispiel für alle wiederaufladbaren Toys der Marke an. Für andere Marken heisst das nichts.

Wie lädst du ein Toy sicher?

Mit dem Ladekabel, das dabei war. Die Beratungsstelle für Brandverhütung der kantonalen Gebäudeversicherungen (BFB) rät, Lithium-Ionen-Akkus mit dem Originalladegerät zu laden, nicht über Nacht oder während du weg bist, und auf einer feuerfesten Unterlage. Das Umweltbundesamt rät ebenfalls, nie im Schlaf zu laden und nichts Brennbares in der Nähe zu haben. Für ein Toy heisst das, dass es nicht auf dem Bett oder zwischen Kissen lädt, sondern auf einer Ablage, und dass du es abziehst, wenn es voll ist.

Manche Toys laden über einen magnetischen Stecker oder einen eigenen Anschluss, der nur zu diesem Modell passt. Bewahr das Kabel deshalb beim Toy auf, am besten in derselben Schachtel.

Vor dem Laden muss das Toy trocken sein, auch an der Ladebuchse. Hast du es gerade gewaschen, lass es zuerst ganz trocknen.

Wann gehört ein Akku nicht mehr ans Kabel?

Wenn er sich verformt, aufbläht oder Risse zeigt. Die BFB rät, einen solchen Akku sofort auszutauschen und nicht mehr zu laden, das Umweltbundesamt sagt dasselbe. Bei Sextoys ist der Akku meist fest eingebaut. Ein Toy, dessen Gehäuse sich wölbt oder aufbläht, legst du also beiseite und lädst es nicht mehr.

Batterien statt Akku

Einige Toys laufen mit Batterien, etwa AAA-Batterien oder Knopfzellen. Welche ein Modell braucht und ob sie beiliegen, steht im Artikeltext. Batterien haben den Vorteil, dass du sie schnell wechseln kannst. Achte nach dem Waschen darauf, dass kein Wasser ins Batteriefach gekommen ist. SH:24, ein britischer Dienst für sexuelle Gesundheit, rät, batteriebetriebene Toys nicht unterzutauchen, sondern mit einem seifigen Tuch abzuwischen.

Wohin mit einem alten Toy oder Akku?

Nicht in den Hausmüll. Das schreibt die BFB ausdrücklich für Lithium-Ionen-Akkus. In der Schweiz gibt es für Batterien eine Rückgabepflicht für alle Verbraucherinnen und Verbraucher und eine Rücknahmepflicht für den Handel, so das Bundesamt für Umwelt (BAFU). Nach INOBAT, der Organisation für das Batterierecycling, kannst du Batterien überall dort gratis zurückgeben, wo sie verkauft werden, auch ohne etwas zu kaufen. Die Entsorgung ist bereits im Preis enthalten.

In Deutschland gilt seit dem 7. Oktober 2025 das Batterierecht-Durchführungsgesetz, es hat das frühere Batteriegesetz abgelöst. Händler müssen Altbatterien zurücknehmen, schreibt das Umweltbundesamt. Die Pflicht gilt für die Batterietypen, die ein Händler selbst verkauft, so steht es im Gesetz.

Bei einem Toy mit fest eingebautem Akku fragst du am besten bei der Sammelstelle deiner Gemeinde nach, wie sie es annimmt.

Und beim Reisen?

Im Flugzeug gelten für Geräte mit Lithium-Akku eigene Regeln. Das deutsche Luftfahrt-Bundesamt rät, solche Geräte ins Handgepäck zu nehmen. Im aufgegebenen Koffer müssen sie vollständig ausgeschaltet und gegen Einschalten gesichert sein, ein Stand-by reicht nicht. Ersatzakkus gehören nur ins Handgepäck. Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) nennt dieselben Grundsätze und als übliche Grenze 100 Wattstunden je Akku. Fluggesellschaften dürfen strengere Regeln haben, ein Blick auf ihre Seite vor dem Flug lohnt sich.

Für ein Toy heisst das ganz praktisch, dass es vor dem Packen ausgeschaltet wird. Hat es eine Reisesperre, die das Einschalten blockiert, schaltest du sie ein. Ob ein Modell so etwas hat, steht in seiner Anleitung.

Wie du ein Toy mit Motor wäschst, ohne die Elektronik zu gefährden, erklärt der Ratgeber Sextoys reinigen und aufbewahren. Einen Überblick über die Bauformen findest du unter Vibrator-Arten im Überblick.

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Quellen

  1. DGUV Information 203-006, Schutzarten nach DIN EN 60529, publikationen.dguv.de
  2. DKE, DIN EN 60529:2014-09, dke.de
  3. Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB), bfb-cipi.ch
  4. Umweltbundesamt, umweltbundesamt.de
  5. Bundesamt für Umwelt (BAFU), bafu.admin.ch
  6. INOBAT, inobat.ch
  7. Umweltbundesamt, Batterierecht-Durchführungsgesetz, umweltbundesamt.de
  8. BattDG § 14, gesetze-im-internet.de
  9. Luftfahrt-Bundesamt, lba.de
  10. BAZL: Batterien im Gepäck, bazl.admin.ch
  11. Fun Factory, funfactory.com
  12. SH:24, sh24.org.uk

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